11. September 2024
10:36 Uhr

Bundesweite Warntag 2024

Am Donnerstag, 12.09.2024 findet ab 11.00 Uhr, der bundesweite Warntag statt. Dies bedeutet, dass an diesem Tag auch der Probebetrieb der Sirenen im Kreis Groß-Gerau stattfindet.

Die Sirenenprobebetriebe sind ein jährlich wiederkehrender routinemäßiger Prozess, finden zweimal jährlich statt und sind kein Grund für Besorgnis.

In der aktuellen Situation mit allen möglichen Bedrohungsszenarien durch den Krieg in der Ukraine ist aber eine besondere Aufklärung gefragt.

Der Probebetrieb erfolgt mit einem ein-minütigen auf- und abschwellenden Heulton, als dem bundesweit geltenden Signal zur Warnung der Bevölkerung mit der Bedeutung:

„Eigenschutz sicherstellen – richtig reagieren (Fenster und Türen schließen, evtl. obere Stockwerke aufsuchen, Kinder nicht aus der Betreuungseinrichtung oder der Schule abholen etc.) – weitere Verhaltenshinweise aus den Medien und über die WARN-Apps entnehmen – auf Durchsagen achten – Achtsamkeit wahren und Hilfsbedürftigen helfen – …“

Zusätzlich erfolgt erneut die Warnung über Cell Broadcast! Cell Broadcast ist ein nationaler Warn-Service, den Mobilfunk-Netzbetreiber in Zusammenarbeit mit dem Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) in ihren Netzen eingerichtet haben. Der Service funktioniert ohne App. Je nach Warnstufe geben die Geräte selbst im lautlosen Modus einen Warnton aus und zeigen gleichzeitig eine Textnachricht an.

Weitere Informationen zum bundesweiten Warntag und zur Warnung der Bevölkerung können der Seite Bundesweiter Warntag – BBK und unserem Flyer entnehmen, der über die Kommunen an die Haushalte bereits verteilt wurde bzw. noch verteilt wird.

Der Flyer ist mehrsprachig auf der Homepage unter Einsatzplanung & Katastrophenschutz zu finden.

Drei Tage, realistische Einsatzszenarien und 280 Einsatzkräfte: Bei der Katastrophenschutzübung „Joint Rescue 2026“ trainierten Feuerwehr, THW und Hilfsorganisationen gemeinsam die Bewältigung komplexer Schadenslagen.

Vom 28. bis 30. August 2026 fand auf dem Gelände des TCRH (Training Center Retten und Helfen) in Mosbach, Baden-Württemberg, die dreitägige Katastrophenschutzübung „Joint Rescue 2026“ des Kreises Groß-Gerau statt.

Im Mittelpunkt der Übung stand die organisationsübergreifende Zusammenarbeit bei größeren und länger andauernden Schadenslagen. Einsatzkräfte aus den Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk (THW) sowie den Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Malteser Hilfsdienst (MHD) und die Veritas Ambulanz und Rettungsdienst gGmbH trainierten gemeinsam unter möglichst realistischen Bedingungen.

Anspruchsvolle Szenarien fordern die Einsatzkräfte

Die insgesamt 280 Einsatzkräfte wurden in zwei Schichten eingesetzt. Die erste Schicht absolvierte ihren Übungszeitraum von Freitag bis Samstag, die zweite Schicht von Samstag bis Sonntag. Auf dem Übungsgelände erwarteten die Einsatzkräfte verschiedene anspruchsvolle Einsatzlagen.

Dazu gehörten unter anderem der Betrieb eines Krankenhauses während eines länger andauernden Stromausfalls, Explosionen und Brände mit verletzten Personen sowie der Einsturz eines Mehrfamilienhauses mit mehr als 40 Verletzten und Verschütteten.

Reale Brände und eine realitätsnahe Übungsumgebung stellten die Einsatzkräfte dabei vor besondere Herausforderungen. Die Szenarien wurden teilweise bis in die Nachtstunden hinein abgearbeitet und erforderten neben fachlichem Können vor allem eine enge Abstimmung der beteiligten Organisationen.

Für die realistische Darstellung medizinischer Notfälle kamen insgesamt 14 geschminkte Verletztendarstellerinnen und -darsteller zum Einsatz. Dadurch konnten auch die Versorgung und Betreuung einer größeren Zahl verletzter Personen sowie die Zusammenarbeit zwischen den Sanitätseinheiten und den weiteren Einsatzkräften praxisnah trainiert werden.

Versorgung und Unterbringung ebenfalls unter realistischen Bedingungen

Nicht nur die Einsatzszenarien selbst, sondern auch die Versorgung der Einsatzkräfte wurde

realitätsnah gestaltet. Die DRK-Betreuungszüge des Kreises Groß-Gerau stellten die Verpflegung mit Essen und Getränken sicher.

Übernachtet wurde auf dem Übungsgelände in Zelten und auf Feldbetten. Damit wurden auch die besonderen Rahmenbedingungen eines länger andauernden Katastropheneinsatzes abgebildet.

Gemeinsames Training stärkt die Zusammenarbeit

Vorbereitet wurde die Übung durch den Fachdienst Bevölkerungsschutz der Gefahrenabwehr des Kreises Groß-Gerau in Zusammenarbeit mit dem THW und den beteiligten Hilfsorganisationen ASB,

DRK und MHD sowie Vertretern von Veritas Kelsterbach. „Großschadenslagen und Katastrophen machen nicht an Organisationsgrenzen Halt. Umso wichtigerist es, dass Feuerwehr, THW, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen ihre Zusammenarbeit regelmäßig unter realistischen Bedingungen trainieren“, so das Fazit der Verantwortlichen.

Nach drei intensiven Übungstagen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Heimreise antreten. Erschöpft, aber zufrieden blickten die Einsatzkräfte auf eine anspruchsvolle und erfolgreiche gemeinsame Ausbildung zurück.

Die Übung „Joint Rescue 2026“ hat damit einen wichtigen Beitrag geleistet, um Abläufe zu überprüfen, die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen weiter zu verbessern und die Einsatzbereitschaft des Katastrophenschutzes für den Ernstfall zu stärken.

Warnungen vor Gefahrenlagen

Um Warnungen vor Gefahrenlagen zu erhalten, installieren Sie bitte die NINA App auf Ihrem Smartphone.

Sie werden dann Ortsbezogen informiert, welche Gefahr besteht und erhalten Verhaltensregeln sowie weitere Informationen.

Ergänzend werden Sie über die im Kreis vorhandenen Sirenen gewarnt.

Weitere Informationen finden Sie unter: Warn-App NINA – BBK

Achtung! Die Warn-App hessenWARN wird zum 31.12.2026 eingestellt! Warnungen erhalten Sie weiterhin über NINA oder KatWARN.