21. August 2026
9:31 Uhr

Landesweiter Warntag am 10. September 2026 

Zur Sensibilisierung der Bevölkerung sowie zur Überprüfung der Übertragungswege und der Funktionsfähigkeit der Sirenenanlagen und Warnmedien werden jährlich Probebetriebe durchgeführt. 

Auch in diesem Jahr wird erneut ein landesweiter Warntag als Aktion des Landes Hessen durchgeführt. Der landesweite Warntag im Frühjahr ergänzt dabei den im Herbst stattfindenden bundesweiten Warntag. 

1 Minute andauernder, auf- und abschwellender Heulton. 

Bedeutung: „Fenster schließen, Rundfunk einschalten, auf Durchsagen achten“. 

Das Signal dient im Gefahrenfall zur WARNUNG der Bevölkerung, die damit aufgefordert ist, das eigene Verhalten auf die besondere Situation hin auszurichten und nähere Hinweise dem regionalen Rundfunk oder den Medien zu entnehmen. 

Info: Der Warnton unterscheidet sich deutlich von dem Sirenensignal „FEUERALARM“, einem zweimal unterbrochenen Dauerton von einer Minute Länge, mit dem bei größeren Schadensereignissen in einigen Kommunen die Feuerwehr alarmiert wird. 

Am Ende des Probebetriebes wird ein Sirenensignal mit der Bedeutung ENTWARNUNG ausgelöst. Es handelt sich dabei um einen 1-minütigen, ununterbrochenen Dauerton, der das Ende der besonderen Gefahrenlage signalisiert. Dieses Signal steht aus technischen Gründen leider noch nicht in allen Kommunen zu Verfügung. 

Info: Bei diesem Probealarm wird erstmals auch eine Entwarnung über Cell Broadcast versendet. Dies ist ursprünglich bei Cell Broadcast nicht vorgesehen, wurde jedoch von vielen Nutzern gewünscht. Um eine erneute, nicht unterdrückbare akustische Warnung zu vermeiden, erfolgt die Entwarnung als Gefahreninformation (niedrigste Warnstufe). Je nach individueller Einstellung des Smartphones kann es zur Folge haben, dass die Entwarnung daher nur mit einem Systemton oder auch überhaupt nicht erfolgt. 

Näheres und Hilfestellungen zu den Apps und zum landes- und bundesweiten Warntag erhalten  

Sie im Internet unter:  

www.gg112.de  

www.bbk.bund.de  

www.innen.hessen.de 

Wir rufen dazu auf, sich Warn-Apps wie zum Beispiel die Warn-App NINA vom BBK oder hessenWARN auf die mobilen Endgeräte zu laden. 

Teilen Sie die Informationen und leiten Sie diese Ihren Freunden und Bekannten weiter. 

Drei Tage, realistische Einsatzszenarien und 280 Einsatzkräfte: Bei der Katastrophenschutzübung „Joint Rescue 2026“ trainierten Feuerwehr, THW und Hilfsorganisationen gemeinsam die Bewältigung komplexer Schadenslagen.

Vom 28. bis 30. August 2026 fand auf dem Gelände des TCRH (Training Center Retten und Helfen) in Mosbach, Baden-Württemberg, die dreitägige Katastrophenschutzübung „Joint Rescue 2026“ des Kreises Groß-Gerau statt.

Im Mittelpunkt der Übung stand die organisationsübergreifende Zusammenarbeit bei größeren und länger andauernden Schadenslagen. Einsatzkräfte aus den Feuerwehren, dem Technischen Hilfswerk (THW) sowie den Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund (ASB), Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Malteser Hilfsdienst (MHD) und die Veritas Ambulanz und Rettungsdienst gGmbH trainierten gemeinsam unter möglichst realistischen Bedingungen.

Anspruchsvolle Szenarien fordern die Einsatzkräfte

Die insgesamt 280 Einsatzkräfte wurden in zwei Schichten eingesetzt. Die erste Schicht absolvierte ihren Übungszeitraum von Freitag bis Samstag, die zweite Schicht von Samstag bis Sonntag. Auf dem Übungsgelände erwarteten die Einsatzkräfte verschiedene anspruchsvolle Einsatzlagen.

Dazu gehörten unter anderem der Betrieb eines Krankenhauses während eines länger andauernden Stromausfalls, Explosionen und Brände mit verletzten Personen sowie der Einsturz eines Mehrfamilienhauses mit mehr als 40 Verletzten und Verschütteten.

Reale Brände und eine realitätsnahe Übungsumgebung stellten die Einsatzkräfte dabei vor besondere Herausforderungen. Die Szenarien wurden teilweise bis in die Nachtstunden hinein abgearbeitet und erforderten neben fachlichem Können vor allem eine enge Abstimmung der beteiligten Organisationen.

Für die realistische Darstellung medizinischer Notfälle kamen insgesamt 14 geschminkte Verletztendarstellerinnen und -darsteller zum Einsatz. Dadurch konnten auch die Versorgung und Betreuung einer größeren Zahl verletzter Personen sowie die Zusammenarbeit zwischen den Sanitätseinheiten und den weiteren Einsatzkräften praxisnah trainiert werden.

Versorgung und Unterbringung ebenfalls unter realistischen Bedingungen

Nicht nur die Einsatzszenarien selbst, sondern auch die Versorgung der Einsatzkräfte wurde

realitätsnah gestaltet. Die DRK-Betreuungszüge des Kreises Groß-Gerau stellten die Verpflegung mit Essen und Getränken sicher.

Übernachtet wurde auf dem Übungsgelände in Zelten und auf Feldbetten. Damit wurden auch die besonderen Rahmenbedingungen eines länger andauernden Katastropheneinsatzes abgebildet.

Gemeinsames Training stärkt die Zusammenarbeit

Vorbereitet wurde die Übung durch den Fachdienst Bevölkerungsschutz der Gefahrenabwehr des Kreises Groß-Gerau in Zusammenarbeit mit dem THW und den beteiligten Hilfsorganisationen ASB,

DRK und MHD sowie Vertretern von Veritas Kelsterbach. „Großschadenslagen und Katastrophen machen nicht an Organisationsgrenzen Halt. Umso wichtigerist es, dass Feuerwehr, THW, Rettungsdienst und Hilfsorganisationen ihre Zusammenarbeit regelmäßig unter realistischen Bedingungen trainieren“, so das Fazit der Verantwortlichen.

Nach drei intensiven Übungstagen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Heimreise antreten. Erschöpft, aber zufrieden blickten die Einsatzkräfte auf eine anspruchsvolle und erfolgreiche gemeinsame Ausbildung zurück.

Die Übung „Joint Rescue 2026“ hat damit einen wichtigen Beitrag geleistet, um Abläufe zu überprüfen, die Zusammenarbeit der beteiligten Organisationen weiter zu verbessern und die Einsatzbereitschaft des Katastrophenschutzes für den Ernstfall zu stärken.

Warnungen vor Gefahrenlagen

Um Warnungen vor Gefahrenlagen zu erhalten, installieren Sie bitte die NINA App auf Ihrem Smartphone.

Sie werden dann Ortsbezogen informiert, welche Gefahr besteht und erhalten Verhaltensregeln sowie weitere Informationen.

Ergänzend werden Sie über die im Kreis vorhandenen Sirenen gewarnt.

Weitere Informationen finden Sie unter: Warn-App NINA – BBK

Achtung! Die Warn-App hessenWARN wird zum 31.12.2026 eingestellt! Warnungen erhalten Sie weiterhin über NINA oder KatWARN.